
Verarbeitung des Putzes DEKOZELL mit dem Inomat M8
Der Inomat M8 der Inotec GmbH in Waldshut-Tiengen ist die ideale Verarbeitungsmaschine für den Putz DEKOZELL. Seit der Inomat vor über zehn Jahren auf den Markt kam, erfolgten in Zusammenarbeit mit DEKOZELL und Inotec sehr umfangreiche Verarbeitungsversuche und Tests. Die Rezeptur von DEKOZELL und die Kombination der Komponenten im Spritzset sind heute soweit aufeinander optimiert, das Material, Maschine und Spritzset wirklich eine geniale Einheit ergeben.Durch die perfekte Abstimmung von Material, Maschine und Spritzset können mit dem Inomat M8 wirklich sehr sicher die Lohnbedarfe zum Spritzen vorhergesagt werden.
Der Inomat M8 ist deutschlandweit an verschiedenen Leihstationen bei Inotec verfügbar. Wenn ein eigener Kompressor vorhanden ist mit 250l/min Ansaugleistung, dann muss wirklich nur die M8-Basiseinheit mit Trichter ausgeliehen werden. Das passende DEKOZELL-Spritzset (es funktioniert nicht mit dem Standard-Spritzset!) haben einige Leihstationen mit vorrätig. Meist wird das Spritzset jedoch separat von DEKOZELL direkt verliehen, zusammen mit der Materiallieferung.
Wenn Sie einen Inomat M8 ausleihen, bitten Sie die Leihstation am besten um den Einbau einer frischen Fördermembrane. Viele Stationen haben auch schon Membranen vorrätig liegen, die nur für DEKOZELL benutzt werden.
Weitere Informationen zum Inomat M8
und zu den Leihstationen finden Sie unter www.inotec-gmbh.com
und zu den Leihstationen finden Sie unter www.inotec-gmbh.com
ACHTUNG: Mit einer herkömmlichen Schneckenförderpumpe ist unserer Erfahrung nach die Verarbeitung von DEKOZELL nicht möglich! Der Inomat M8 verwendet ein spezielles Förderprinzip.
| 1. |
Schlauch an Spritzrohr anschließen |
Die GEKA-Klauenkupplung mit dem Spritzrohr und der Inomat Basiseinheit verbinden. ACHTUNG: Direkt am Übergang von der Kupplung zum Schlauch befindet sich ein drehbarer Ring als Arretierung. Diesen Ring immer handfest anziehen und vor dem Lösen der Verbindung zunächst auch wieder lockern. |
| 2. |
Druckluftversorgung an Spritzrohr anschließen |
Zum Verbinden den Schlauch mit der Druckluftkupplung einfach auf den Zapfen am Spritzrohr mit sanftem Druck schieben. Zum Lösen der Verbindung leichten Druck von Richtung Schlauch in Richtung Spritzrohr aufbringen und dabei den Sicherungsring der Kupplung zurückschieben. |
| 3. |
Blindstecker Kabelfernbedienung |
Der Inomat M8 besitzt einen Anschluss für eine Kabelfernsteuerung, die für DEKOZELL nicht unbedingt benötigt wird. Die Basiseinheit lässt sich jedoch nur einschalten, wenn statt der Fernbedienung zumindest ein Blindstecker auf dem Anschluss sitzt. Dieser befindet sich mit am Inomat. Für den den Transport sollte dieser Stecke jedoch in jedem Fall wieder gelöst werden, da er extrem schnell zum Abbrechen neigt. |
| 4. |
Stromkabel anschließen, Inomat auf Möbelhund stellen |
Das Stromkabel für den Inomat befindet sich unter der Bodenplatte. Beim Spritzen größerer Objekte empfiehlt es sich, den M8 auf einen Möbelhund zu stellen für ein leichteres Bewegen der Maschine mit vollem Materialtrichter. |
| 5. |
Maschine + Schlauch vorspülen |
In den Materialtrichter 5-10 Liter klares Wasser einfüllen und die Maschine auf Vorwärtslauf einschalten (Drehschalter auf Symbol FWD stellen). |
| 6. |
Roten Materialhebel am Spritzrohr öffnen
Druckeinstellung am Inomat |
Roten Materialhebel am Spritzrohr vorsichtig öffnen und die Wand des Trichters mit dem Spritzrohr befeuchten. Danach das Wasser aus dem Trichter durch den Spritzrohr in einen Eimer pumpen bis nur noch Luft kommt. Maschine dann ausschalten. Wenn der Wasserspiegel im Trichter auch nach 30 Sekunden Pumpzeit immer noch nicht absinkt, den Druck an der Druckeinstellung entsprechend erhöhen. Der Schalter lässt sich recht schwer drehen. Immer nur eine oder zwei Stufen zugleich höher drehen und dann kurz warten, bis sich der neue Druck einstellt. |
| 7. |
DEKOZELL einfüllen |
Mit der Mörtelkelle das fertig angerührte DEKOZELL aus der Mörtelwanne in den Vorlagentrichter des Inomat schaufeln. Es passen insgesamt 30 Liter in den Trichter – genau 2 Beutel DEKOZELL. ACHTUNG: Beim Spritzen darauf achten, dass immer genügend Material im Trichter ist. Bereits schon bei halber Füllung besteht Gefahr, dass sich im Material ein Ansaugkegel bildet und der Inomat plötzlich Luft ansaugt. Davon geht zwar die Maschine nicht kaputt. Wenn der Luftpropfen jedoch am Spritzrohr ankommt, reißt er an der Düse plötzlich viel zu viel Material mit an die Wand. |
| 8. |
DEKOZELL Förderdruck einstellen
Richtiger Materialdruck
Zuviel Materialdruck! |
Inomat auf Vorwärtslauf einschalten und roten Materialhebel am Spritzrohr öffnen. Zunächst drückt das DEKOZELL noch den Rest Spülwasser aus dem Schlauch, daher das Rohr zunächst über einen Eimer halten. Wenn auch nach 1-2 Minuten Wartezeit noch kein DEKOZELL kommt und sich auch der Füllstand im Trichter nicht verringert, den Druck an der Druckeinstellung um eine oder maximal zwei Stufen erhöhen. Der Schalter lässt sich recht schwer drehen. Immer nur eine oder zwei Stufen zugleich höher drehen und dann kurz warten, bis sich der neue Druck einstellt. Der richtige Druck ist eingestellt, wenn eine gleichmäßige Materialwurst aus der Düse strömt und dabei einen sanften Bogen von gerademal 2 bis 4 cm beschreibt. Den Materialhebel schließen und den Inomat nochmals kurz abschalten. |
| 9. |
Lufthahn auf ca. 2/3 öffnen
Sprühbild einstellen: Man neigt als Ungebübter tendenziell eher zu einer zu feinen Sprühbildeinstellung und zum zu dünnlagigen Spritzen!
Fertiger Putz mit Sprenkeln im nassen Zustand. Beim Trocknen zieht sich das Material um ca. 40-50% zurück. Dadurch bilden sich aus den runden Kuppen dann die Putzspitzen der eigentlichen DEKOZELL-Struktur. Ungleichmäßigkeiten im Sprühbild egalisieren sich zu 50% während der Trocknung. |
Für Ungeübte empfiehlt sich zunächst das kurze Üben an der Wand. Das Material kann anschließend wieder herunter gekratzt und weiter verwendet werden. Kompressor anschalten und auf 3 bar herunter regeln. Inomat einschalten. Den Lufthahn am Sprührohr zu ca. ¾ öffnen – zunächst lieber etwas zu viel Luft als zu wenig. In ungefähr 40-50 Zentimeter Abstand zur Wand gehen und das Sprührohr dabei in einem Durchmesser von ca. 30 Zentimetern zügig kreisen. Beim Kreisen langsam stückweise den roten Materialhebel aufdrehen. Sobald Material kommt und der erste Druck aus dem Schlauch abgebaut ist, auf 20-30 Zentimeter an die Wand heran gehen und dabei weiter kreisen. Die Luftzufuhr am Lufthahn so einstellen, dass ein relativ grob wirkendes Sprühbild entsteht, das an die Sägespäne von ganz grober Raufaser erinnert. Die Sprenkel auf den DEKOZELL-Musterbroschüren geben einen Eindruck zum richtigen Sprühbild. Grundsätzlich neigt der Anfänger eher dazu, dass Sprühbild zu fein einzustellen. Das Material zieht sich beim Trocknen jedoch um die Hälfte zurück und damit zieht sich auch ein im nassen Zustand grob wirkendes Sprühbild noch weiter ins Feinere. Im Zweifel sollte eine Putzpsitole mit auf der Baustelle sein, um das „richtige“ Sprühbild zu sehen und es sich dann entsprechend am Inomat einzustellen. An der Putzpistole gibt es eigentlich nur eine einzige Möglichkeit zur Einstellung des richtigen Sprühbildes (siehe hierzu „Verarbeitung mit der Putzpistole“). Gespritzt wird in ständigen kreisenden Bewegungen. Erst mit wirklich guter satter Deckung (ca. 3 mm Schichtdicke im nassen Zustand) wird mit dem Sprührohr weiter gezogen und der neue Sprühkreis zur Hälfte in den alten Kreis hinein überlappt. KEINESFALLS wie beim Lackieren im Kreuzgang spritzen sondern immer nur ineinander überlappend kreisen. Dadurch entsteht das „gleichmäßig ungleichmäßige“ Sprühbild von DEKOZELL. Die Teilfläche wird immer komplett fertig gemacht und mit der Deckung als sehr einfaches und zuverlässiges Instrument auf der Fläche weiter gezogen. Ein Quadratmeter braucht zum Anfang so ca. 4 Minuten für seine Füllung. Nach kurzer Eingewöhnung ist eine Steigerung auf ca. 3 Minuten pro Quadratmeter möglich. Zum Anfang sollte auf 7,5-8 Quadratmeter ungefähr ein Beutel DEKOZELL eingeplant werden. Bei entsprechender Übung kann der Beutel Material bei gleicher Optik auf bis zu 10 Quadratmeter gestreckt werden. Wenn ein Beutel für über 10 Quadratmeter reicht, wird definitiv zu dünn gespritzt mit entweder zuviel Luft oder der Gefahr, dass der Untergrund gar nicht richtig zwischen den einzelnen Sprenkeln abgedeckt ist. Ein weiterer häufiger Fehler ist, die Luft zu weit aufzudrehen, den Materialdruck zu erhöhen und mit plötzlich bis zu einem Meter Abstand von der Fläche zu spritzen. Das Sprühbild kann so gar nicht mehr richtig gesteuert werden und es fällt auch mehr Material zu Boden. Speziell beim Spritzen von Deckenflächen sammeln sich an der Düse durch herunternebelndes Material immer wieder etwas DEKOZELL an, dass dann mitgerissen wird und sich als „Rotznase“ auf der Fläche zeigt. Die Spitze des Spritzrohres mit der Düse dann einfach kurz abwischen oder einfach schnell im Wassereimer abspülen. |
| 10. |
In Pausenzeiten die Düse im flachen Wasserbad abstellen. |
DEKOZELL trocknet nur rein physikalisch durch die Abgabe von Wasser an die Luft. Da sich beim Spritzen innerhalb kürzester Zeit die Luftfeuchte im Raum massiv erhöht, bleibt der Putz für die Verarbeitung lange offen und muss auch nicht nochmals aufgerührt werden. Während einer Pausenzeit stellen Sie einfach das Spritzrohr mit der Düse in einen flach gefüllten Wassereimer. Die Ventile müssen unbedingt außerhalb des Wassers bleiben! Massive Rostgefahr! |
| 11. | DEKOZELL 2000 Akustik | Für den Einsatz von DEKOZELL 2000 als Akustikputz muss auf 5 Quadratmetern Fläche ein Beutel DEKOZELL aufgetragen werden. Nur dann ist die Schichtdicke erreicht, die dem Schallgutachten entspricht. Es sollten daher genau so viele Beutel DEKOZELL auf die Baustelle geschafft werden, wie der Quadratmeterzahl geteilt durch 5 entspricht. Um einen möglichst gleichmäßigen Materialauftrag zu erreichen, empfiehlt sich dringend ein zweilagiges Spritzes. Mit einem eher gröberen Sprühbild wird zunächst mit wirklich sehr guter satter Deckung einlagig die komplette Fläche bzw. der komplette Raum durchgespritzt. Ziel ist es, schon mal möglichst viel Material aufzutragen, aber die Deckung trotzdem als Instrument zu nutzen zum „Weitergehen mit dem Sprührohr“. Wenn der Raum einlagig fertig gespritzt ist, werden die verbleibenden Beutel Material kurz gezählt und mit dem bisherigen Verbrauch verglichen. Selbst wenn nur eine sehr kleine Fläche von einem Anfänger gespritzt worden ist, besteht nun bereits ein sehr gutes Gefühl für das Sprühbild und die Handhabung des Spritzsets und ein „Auge“ dafür, wo dünner und wo dicker Material auf der Fläche liegt. Wenn schon mehr als die Hälfte Material auf der Fläche liegt, kann beim zweiten Durchgang etwas dünner gespritzt werden, was der einfachere Fall ist. Die zweite Lage kommt direkt auf das nasse Material der ersten Lage. Nun gibt es jedoch nicht mehr die Deckung als Instrument zum „Weitergehen“ sondern nur noch das Anwachsen des Materials. Man kann natürlich prinzipiell die Akustikvariante auch gleich komplett einlagig sehr dick durchspritzen. Die Zeitersparnis gegenüber dem zweilagigen Spritzen beträgt jedoch gerademal die Zeit, die man zum Hin- und Herlaufen durch den Raum benötigt. Die reine Spritzzeit ist natürlich identisch: 6-8 Minuten pro Quadratmeter. |
| 12. | Sprenkel und/oder Glitter | Sprenkel oder Glitter-Effekte werden im letzten Arbeitsgang direkt auf das nasse Material aufgebracht, jedoch mit der Trichterpistole (siehe hierzu „Verarbeitung mit der Putzpistole“). |